28.09.2019

Bauchstraffung nach einer Diät: So entfernen Chirurgen überschüssige Haut

Die Bauchstraffung ist eine Operation, die nach hoher Gewichtsabnahme oder auch nach einer operativen Fettabsaugung sinnvoll ist.

Wann ist eine Bauchstraffung sinnvoll?

Nach einer Diät kann eine Baustraffung sinnvoll sein, wenn insgesamt viel Gewicht abgenommen wurde oder wenn in kurzer Zeit viele Kilos verschwunden sind. Dabei wird nicht unterschieden, ob die starke Gewichtsabnahme durch eine natürliche Diät oder mit Hilfe eines Magen-Bandings zustande kam.

Auch bei Patienten, bei denen eine Fettabsaugung geplant ist, sollte immer überprüft werden, ob im Anschluss eine Bauchstraffung notwendig ist.

Bauchstraffung ohne große Narbenbildung mit Vasern

Die Bauchstraffung kann in unterschiedlicher Art und Weise durchgeführt werden.

Das sicherlich schonendste Verfahren ist, die Haut mit einem speziellen Gerät, dem sogenannten Vaser, zu bestrahlen, der die Haut neben der Fettabsaugung zugleich auch strafft. Dieses Verfahren kann in Kombination mit der Fettabsaugung bei Patienten mit einer geringen Hautlaxizität genutzt werden.

Aufgrund der noch neuen Technik und der begrenzten Verfügbarkeit des Vasers im deutschsprachigen Raum ist das Verfahren mit einem hohen Kostenaufwand verbunden. Vorteil dieser Technik ist sicherlich, dass – im Gegensatz zur klassischen Bauchstraffung – keine große Narbe entsteht.

Was ist die Reverse-Bauchstraffung?

Ein weiteres Verfahren aus den USA und aus Brasilien ist die sogenannte Reverse-Bauchstraffung, die vor allem bei Frauen sehr beliebt ist. Bei dieser Technik kann eine Bauchstraffung vor allem dann erfolgen, wenn der straffe Zusammenhalt der Haut in der oberen Hälfte der Bauchregion zum Beispiel nach einer Schwangerschaft oder nach Gewichtsabnahme beschädigt ist.

Der Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass die Narbe im Gegensatz zu der klassischen Bauchstraffung in der unteren Brustfalte verschwindet und die Frau keine zusätzlich sichtbare Narbe davonträgt. Allerdings ist hier eine gezielte und sorgfältige Indikation aufgrund der selektiven Behandlungsoption unbedingt notwendig.

Welche Vorteile bietet die klassische Bauchstraffung?

Die klassische Bauchstraffung dagegen ermöglicht es auch die gesamte Bauchregion zu bestrahlen, wenn eine Verlagerung des Bauchnabels eingeplant werden muss. Hier ist in allen Fällen darauf zu achten, dass die notwendige Narbe in der Bikini-Zone verschwindet oder aber auch bereits bestehende Narben, wie zum Beispiel nach dem Kaiserschnitt, einschließt, um nicht zusätzliche Narben zu erzeugen.

Vor allem bei Frauen, die nach der Geburt zusätzlich mit Schwangerschaftsstreifen kämpfen, ist dies eine bevorzugte Wahl.

Die besten Ergebnisse lassen sich immer mit einer Konturierung des gesamten Bauches mit einer Fettabsaugung, dem sogenannten Körperformen, erzielen, da so brettartige Ergebnisse nach einer Bauchstraffung vermieden werden können.

Wie lange ist die Heilungszeit nach der Behandlung?

Für die initiale Heilungszeit solcher Therapien sollten immer mindestens drei Wochen geplant werden, in der keine übermäßige Belastung stattfinden darf. Die Ausnahme ist nur das Verfahren mit dem Vaser, bei dem aufgrund der fehlenden großen Narben auch keine längere Ausfallszeit notwendig ist. Allerdings ist dieses Verfahren nur bei einer gezielten Heilanzeige erfolgsvorsprechend.

Die Reverse-Bauchstaffung zeigt zumeist bei einer Kombination mit einer Bruststraffung ihre besonderen Vorteile. Die klassische Bauchstraffung sollte immer mit einer Körper-Konturierung kombiniert werden, um Höhenunterschiede oder auch einen maskenhaften Bauch zu vermeiden.