
Das Lipödem ist eine chronische Erkrankung, bei der eine unverhältnismäßige, meist symmetrische Fettgewebsverteilung an Beinen und gegebenenfalls Armen mit Beschwerden wie Druck- oder Berührungsschmerz verbunden ist. Es betrifft überwiegend Frauen. Körperform oder Gewicht allein reichen für die Diagnose nicht aus.
Eine früher häufig verwendete Einteilung nach dem äußeren Gewebebild beschreibt die Beschwerden nur unzureichend. Ein stärker ausgeprägtes Erscheinungsbild bedeutet nicht automatisch stärkere Schmerzen. Ein zusätzliches Lymphödem ist gesondert zu beurteilen.
Die Behandlung richtet sich nach Beschwerden und Begleitbefunden. Sie kann unter anderem Bewegung, individuell geeignete Kompression und weitere unterstützende Maßnahmen umfassen. Eine Liposuktion kommt unter bestimmten Voraussetzungen infrage, ist aber nicht allein aus einer Stadiennummer abzuleiten. Die aktuelle Leitlinie und die persönliche Untersuchung bilden die Grundlage der Planung.
